Wie kann ich mich „Ärzte stehen auf“ anschließen?
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Gibt es auf die offenen Briefe von den Politikern oder Zeitungen eine Antwort?
Ende Februar 2022 kam ein ausführliches Antwortschreiben des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration Baden Württemberg.
Außerdem haben einige wenige Abgeordnete (1x CDU, 1x FDP, 1x Linke und 3x AfD) schriftlich geantwortet, dass ihre Entscheidungsfindung noch ausstünde oder sie unser Anliegen unterstützen.
Ansonsten gab es bislang keine Zuschriften.
Darf ich den offenen Brief verteilen / weiterleiten?
Selbstverständlich, gerne!
Ist der Totimpfstoff eine Alternative? Sind die angekündigten Totimpfstoffe tatsächlich Totimpfstoffe?
„Lebendimpfstoffe enthalten in geringen Mengen lebende und vermehrungsfähige Erreger, die üblicherweise im Labor auf speziellen Nährböden oder in Zellkulturen gezüchtet werden und stark abgeschwächt sind. In sehr seltenen Fällen können sie eine leichte Form der Erkrankung auslösen. Solche Impfkrankheiten betreffen hauptsächlich Patienten mit einem geschwächten Abwehrsystem. Um die damit verbundenen Risiken zu vermeiden, rät man bestimmten Risikopatienten daher von einer Impfung mit Lebendimpfstoffen ab.“ (Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz)
Die bisher verfügbaren mRNA-Impfstoffe zur gewünschten Immunisierung gegen das SARS-CoV-2 lassen sich mit dieser Definition nur bedingt als Lebendimpfstoffe einordnen. Im Vordergrund steht vielmehr die Eigenschaft dieser Stoffe, an der körpereigenen Proteinsynthese eigendynamisch mitzuwirken.
Pathophysiologisch gesehen ist das eigentliche Problem dieser Impfstoffe die Kodierung und Initiierung der Produktion des Spike-Proteins. Es findet sich hier also die Parallele zu den Lebendimpfstoffen, da gerade der Aspekt des Erregers durch einen Impfstoff verabreicht wird, der die grundsätzliche Pathogenität der Erkrankung ausmacht. In mehreren Studien konnte gezeigt werden, dass nicht das gesamte SARS-CoV-2 für die pathogenetischen Kaskaden im menschlichen Organismus verantwortlich ist, sondern vorrangig das Spike-Protein in seiner vollständigen Variante [1],[2],[3]. Daher ergeben sich zahlreiche Ähnlichkeiten der Krankheitsbilder durch das Virus selbst bzw. durch einen der mRNA-Impfstoffe, da bei beiden das Spike-Protein direkt an den Gefäßwänden präsentiert wird.
Die in der Presse sogenannten Totimpfstoffe wie z.B. Nuvaxovid der Firma Novavax sind definitionsgemäß tatsächlich Totimpfstoffe, da hier neben Adjuvantien reine Proteinmoleküle vorliegen. Eigenschaften eines Lebensimpfstoffes sind gemäß den vorliegenden Informationen nicht vorhanden. Als Adjuvans werden Saponine verwendet, die pharmakologisch nicht ganz neu sind. Jedoch ergibt sich auch hier die Problematik des Spike-Proteins: es wird dem Körper das Spike-Protein in seiner vollen Länge präsentiert. Die pathophysiologischen Prozesse werden daher analog ausgelöst. Der Vorteil von Nuvaxovid könnte darin bestehen, dass die Spike-Proteine nicht primär am Gefäßendothel präsentiert werden. Die Immunantwort findet daher nicht zwangsläufig am Endothel statt, die typische Vaskulitis der mRNA-Impfstoffe könnte geringer ausfallen. Ich formuliere das als reine Vermutung. Gemäß der eingereichten Zulassungsstudie zeigt sich zumindest eine deutlich bessere Verträglichkeit bzw. ein anderes Nebenwirkungsprofil.
Ob mRNA- oder Totimpfstoff: die Präsentation des gesamten Spike-Proteins im menschlichen Organismus bewirkt eine zelluläre und zellgenetische Schädigung, deren Folgen wir derzeit nicht überblicken können. Nach und nach werden Studien publiziert, die die Toxizität des Spike-Proteins beschreiben. So konnte eine Hemmung der V(D)J-Rekombination und eine Störung der physiologischen DNA-Reparatur gezeigt werden [4]. Ebenso wurde die Kanzerogenität des Spike-Proteins nachgewiesen, was neben den pandemiebedingten Störungen des Gesundheitswesens die sprunghaft angestiegene Rate von Tumorerkrankungen bzw. die Progression der Tumorstadien erklären könnte [5]. Ich halte es daher nicht für verantwortlich, sogenannte Totimpfstoffe, die das Spike-Protein in voller Länge darstellen, ohne Langzeitstudien zu verimpfen. Die Herstellung eines Impfstoffes, der nur einen Teil des Spike-Proteins enthält dürfte durchaus verträglicher sein. Ein solches rekombinantes Antigen wurde von Prof. Stöckert bereits früh entwickelt, aber leider nicht anerkannt bzw. zulassungsgemäß geprüft. Ein Drittel der bei der WHO angemeldeten Impfstoffe basiert auf rekombinanter Proteinbasis – vermutlich auf Subunits des Spike-Proteins bzw. der hoch antigenen Rezeptor-Bindungs-Domäne.
Im Übrigen sei auf den Artikel von Dakal [6] verwiesen, der sehr schön die molekulare Mimikri des Spike-Proteins darstellt. Zahlreiche Ähnlichkeiten der SARS-CoV-2 Rezeptor-Bindungs-Domäne zu bekannten Keimen (Mycobacterium tuberculosis, Mycobacterium leprae, Bacillus anthracis, Borrelia burgdorferi, Clostridium perfringens, Clostridium tetani, Helicobacter Pylori, Listeria monocytogenes, Staphylococcus aureus, Streptococcus pyogenes, Vibrio cholera, Yersinia pestis, Plasmodium falciparum, Plasmodium knowlesi, Influenza A) erklären, warum einige Personen eine früher erworbene Immunität gegenüber COVID-19 besitzen.
Alexander Stoll
- Avolio et al.: The SARS-CoV-2 Spike protein disrupts human cardiac pericytes function through CD147 receptor-mediated signalling: a potential non-infective mechanism of COVID-19 microvascular disease, Clinical Science (2021) 135 2667–2689
- Khaddaj-Mallat et al.: SARS-CoV-2 deregulates the vascular and immune functions of brain pericytes via Spike protein, Neurobiol Dis 2021 Dec;161:105561
- Biering et al.: SARS-CoV-2 Spike triggers barrier dysfunction and vascular leak via integrins and TGF-β signaling, bioRxiv 2021 13;2021.12.10.472112.
- Jiang et al.: SARS-CoV-2 Spike Impairs DNA Damage Repair and Inhibits V(D)J Recombination In Vitro, Viruses. 2021 Oct 13;13(10):2056
- Kanduc et al.: From Anti-Severe Acute Respiratory Syndrome Coronavirus 2 Immune Response to Cancer Onset via Molecular Mimicry and Cross-Reactivity, Glob Med Genet. 2021 Sep 7;8(4):176-182
- Dakal et al.: Antigenic sites in SARS-CoV-2 spike RBD show molecular similarity with pathogenic antigenic determinants and harbors peptides for vaccine development, Immunobiology. 2021 Sep;226(5):152091
